18. Altenauer Heimatfest – Heimat als Ort der Begegnung

Oh Du mein... Altenau! Meine Gedanken zum 18. Altenauer Heimatfest.

Ein riesiges Dankeschön geht zuerst an all jene, die das 18. Altenauer Heimatfest möglich gemacht haben. Die meisten von ihnen arbeiten ehrenamtlich, viele unsichtbar im Hintergrund, und ohne sie gäbe es dieses Fest nicht. Man kann sie gar nicht alle nennen – aber das DRK Clausthal, die Freiwilligen Feuerwehren Altenau und Clausthal-Zellerfeld, das THW, „Bürger helfen Bürger“ und viele weitere Vereine und Helfer:innen stehen stellvertretend für den großartigen Einsatz, der ein solches Wochenende überhaupt erst trägt.

Das Heimatfest findet nur alle fünf Jahre statt – und umso besonderer war es in diesem Jahr, weil die letzte Auflage wegen Corona leider ausfallen musste. Umso schöner war es nun, dass die 18. Auflage endlich wieder stattfinden konnte – und Altenau ein Wochenende lang im Zeichen von Gemeinschaft, Tradition und Begegnung stand.

Für mich persönlich war es dabei nicht nur das Programm, das zählte. Es waren die Gespräche, die das Fest so wertvoll gemacht haben: Mit Schaustellern, die mir versicherten, wie gerne sie nach Altenau kommen – und dass sie sich schon jetzt auf ein Wiedersehen freuen. Aber auch mit vielen Altenauer:innen und Gästen, die den Dialog gesucht haben und gezeigt haben, dass dieses Fest ein echter Treffpunkt für Jung und Alt ist.

Das Heimatfest ist längst mehr als nur ein Programmpunkt im Kalender. Es ist ein Stück Identität, ein Anker im Jahr und eine Erinnerung daran, dass Heimat etwas ist, das wir nicht nur erben, sondern auch gemeinsam gestalten.

Doch was bedeutet Heimat eigentlich? Für manche ist es der Ort, an dem man aufgewachsen ist. Für andere ein Gefühl von Sicherheit, von vertrauten Gesichtern und Gewohnheiten. Der Begriff „Heimat“ ist nicht unumstritten – er wurde in der Vergangenheit missbraucht, und auch heute wird er leider wieder von manchen Kräften eng, exklusiv und ausgrenzend verstanden. Genau deshalb ist es mir wichtig, ihn positiv zu besetzen: Heimat ist kein starres Konstrukt, sondern entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, wo Gemeinschaft gelebt wird und wo Traditionen Offenheit nicht ausschließen.

Beim Heimatfest wird das besonders spürbar. Neue und alte Altenauer:innen feiern Seite an Seite, Nachbar:innen begegnen sich, Vereine und Initiativen stellen sich vor. Das ist der eigentliche Kern: Heimat wächst, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen und Verbindungen knüpfen.

Dazu gehört auch das Oberharzer Brauchtum, das einen festen Platz im Programm hat. Das Weidefest etwa, das den Wechsel des Viehs auf die Sommerweiden markierte, erinnert uns daran, wie eng unsere Region mit der Natur verbunden ist. Ebenso die Kranzniederlegung, mit der wir derer gedenken, die vor uns diesen Ort geprägt haben – ein stiller Moment, der zeigt: Heimat hat auch eine Geschichte, die wir bewahren.

Für mich war das 18. Altenauer Heimatfest deshalb mehr als ein Festwochenende. Es war ein Zeichen dafür, dass Tradition und Zukunft zusammengehören. Dass man Wurzeln haben kann und gleichzeitig offen für Neues ist. Und dass Heimat am schönsten ist, wenn sie alle einschließt.

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